Lustige aber auch ernste Glosse auf den Jahrgang 1944

 

bulletWir wurden vor der Erfindung des Farb-Fernsehens, des Penicillin, der Kinderlähmungsschluckimpfung, der Tiefkühlkost und des Kunststoffes geboren und kannten Kontaktlinsen oder die Antibabypille nicht.
bulletWir kauften Mehl und Zucker nach Gramm abgewogen in Papiertüten im Tante-Emma-Laden
bulletDie Milch gab’s frisch und offen bei der Milchfrau und nicht abgepackt und pasteurisiert.
bulletWir waren schon da, bevor es Radar, Kreditkarten, Telefax, Kugelschreiber und die ganze Computerwelt gab.
bulletMit jemanden gehen hieß fast verlobt sein. Wir haben erst geheiratet und sind dann zusammengezogen. Wir waren die letzte Generation, die so dumm war zu glauben, dass man heiraten muss, um ein Baby zu bekommen.
bulletIm Sommer liefen wir viel barfuß und die Winter waren noch kalt und schneesicher
bulletWir dachten nicht daran, dass der Wienerwald was mit gebratenen Hähnchen zu tun hätte.
bulletWir waren da, bevor es den Hausmann, die Emanzipation, Pampers, Aussteiger und computergesteuerte Heiratsvermittlungen gab.
bulletEine Kugel Eis kostete wenige Pfennige und war trotzdem oft unerschwinglich. Joghurt, Schokolade oder Süßigkeiten wurde alle heilige Zeit gegessen, dafür hatten wir keine Gewichtsprobleme. Milchhautbrot mit Zucker war was Leckeres. Limonade gab’s kaum, dafür Brause und Leitungswasser. 
bulletSonnenstudios gab es auch nicht und dennoch waren wir sehr braun
bulletFußball haben wir gespielt, wenn immer wir konnten.
bulletOrangen und Zitronen kannten wir nur von Bildern und Kaugummi gab’s von Besatzungssoldaten
bulletIm ersten Schuljahr gab’s noch Schulspeisung von den amerikanischen Quäkern
bulletMade in Japan war billigster Schund.
bulletVon Pizzas, Instantkaffee oder McDonalds hatte man nichts gehört
bulletWir mussten fast alles selber tun und mit dem wenigen auskommen, was wir hatten. Wir mussten lang arbeiten und Bock mussten wir auch immer haben
bulletDas alles haben wir über uns ergehen lassen müssen und wen wundert es da schon, wenn wir manchmal etwas nicht begreifen, weil es so eine tiefe Kluft zwischen den Generationen gibt. Es ist nicht immer leicht, in einer Gesellschaft zu leben, die von uns Älteren verlangt, die Jugend ständig zu kopieren und zu verstehen, um anerkannt zu werden. Es wird so getan, als sei die Jugend das Ziel des Lebensweges und nicht der Beginn.
bulletDiese Glosse sollte zum Nachdenken aber auch zum Schmunzeln anregen

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